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Wer kennt es nicht? Früher auf dem Schulhof – da gab’s Reibereien, Beschimpfungen, vielleicht sogar mal eine Rangelei. Alles Teil des Großwerdens. Irgendwann lässt man das hinter sich. Man wird erwachsen.

Tja – dachte ich.

Und nun stehe ich da, 36 Jahre alt, und finde mich plötzlich auf einem ganz neuen „Schulhof“ wieder: unserem Wohnzimmer. Nur, dass ich diesmal nicht mit Gleichaltrigen streite, sondern mit einem Fünfjährigen und einem Zweijährigen. Ich werde angeschrien, beschimpft, gehauen. Völlig außer Rand und Band, diese kleinen Menschen. Und manchmal stehe ich da drüber. Aber oft merke ich, wie es in mir brodelt. Es triggert mich. Ich spüre Wut. Ich fühle mich respektlos behandelt – von meinen eigenen Kindern. Und ich frage mich zum tausendsten Mal: Was machen wir bloß falsch?

Natürlich sagen mir alle schlauen Ratgeber, dass das völlig normal ist. Autonomiephase mit zwei? Check. Entwicklungsschub mit fünfeinhalb? Check. Rational ist mir das alles klar. Ich kenne die Theorie. Aber in der Praxis? Da stehe ich oft einfach nur da – erschöpft. Leer. Genervt.

Mit drei Kindern – ja, unser Baby ist auch noch da und fordert seinen Raum – ist das Leben ein einziger Balanceakt. Und manchmal fühlt es sich an wie eine emotionale Achterbahn, bei der man nicht einsteigen, sondern nur danebenstehen und winken soll. Begleitend natürlich. Mit Geduld. Mit Liebe. Mit Ruhe.

Leichter gesagt als getan.

Ich komme regelmäßig an meine Grenzen. Und ich finde, das muss auch mal gesagt werden. Denn so sehr ich meine Kinder liebe – so wunderschön viele Momente auch sind – es gibt eben auch die anderen. Die Momente voller Wut, Tränen, Frust. Und nicht nur auf ihrer Seite.

Der Schlafmangel macht es nicht besser. Diese permanente Erschöpfung lässt einen dünnhäutig werden. Da reicht oft ein kleiner Auslöser und man ist plötzlich selbst wieder fünf. Am liebsten würde man sich unter der Decke verkriechen und warten, bis jemand einem eine Tasse Tee bringt und sagt: „Alles wird gut.“

Und ja – natürlich geben sie einem auch so viel. Aber manchmal… geben sie einem eben auch den Rest.

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