Kennt ihr das Gefühl, wenn euch einfach nach Veränderung ist? Ich hab das regelmäßig – und wenn ich nicht gerade eins meiner kleinen Projektchen starte, landen meine Haare auf der To-do-Liste. Diesmal sollte es was richtig Cooles werden: Blondieren und danach in ein stylisches Silber färben. Easy peasy, dachte ich.
Also: professionelle Farbe bei Amazon bestellt – keine Drogerie-Kompromisse! Ich fühlte mich fast wie ein Profi: Farbe, Oxycreme (natürlich 12 %, wir gehen ja all in) und die Freiheit, selbst zu bestimmen, wie viele Nuancen heller es werden soll. Dass ich diesen Versuch schon mal gemacht habe und zur selben, nicht ganz so glorreichen Erkenntnis kam… war irgendwo tief in meinem Gedächtnis vergraben.
Ich also alles vorbereitet, nach Anleitung losgelegt – und: GELB. Knallgelb. Na gut, meine Naturhaarfarbe ist ziemlich dunkel.

Also nochmal alles von vorn. Ergebnis: Weniger gelb, aber auch weit entfernt von dem kühlen Silber, das ich mir vorgestellt hatte.

In meiner Not hab ich mir eine Mütze übergezogen und bin direkt zum dm gestapft. Zwei Silbertönungen gekauft, ein Silbershampoo geschnappt und wieder zurück ins heimische Badezimmer. Ich hab gefärbt, geschäumt, gehofft…
Und das Ergebnis?
Tja. Grau. Aber nicht das coole, stylische Grau. Mehr so: „Ich bin spontan um zehn Jahre gealtert“-Grau. Ich sah nicht trendy aus – ich sah… nun ja… einfach alt aus.

Ich hab es ein ganzes Wochenende lang durchgezogen. Dann hatte ich genug. Ich beschloss: Ein schönes Braun muss her, zurück zur Basis, zurück zur Sicherheit. Und siehe da: Ich fühlte mich sofort besser.

Aber weil’s ja noch nicht reicht, wenn man die Farbe selbst versemmelt, dachte ich mir: Na komm, ein bisschen schneiden geht auch noch. Die Seiten rasiere ich sowieso immer selbst. Also rasierte ich. Und dann – mutiger denn je – schnitt ich auch oben.

Und genau da fiel mir mein Fünfjähriger ein. Der hat sich vor ein paar Wochen ebenfalls selbst die Haare geschnitten. Ich musste so lachen – hab ihm dann natürlich liebevoll den Rest gestutzt und versucht, das Beste draus zu machen. Und jetzt? Haben wir fast denselben Haarschnitt. Ehrlich. Ich konnte nicht mehr vor Lachen.

Nur leider wurde mein eigener Schnitt mit jedem Rettungsversuch schlimmer. Wirklich schlimmer. Also bin ich irgendwann doch noch mit einer letzten Hoffnung zum Friseur. Und was soll ich sagen: Meine Friseurin hat gezaubert. Sie konnte einiges kaschieren und retten, und das Beste? Aus lauter Mitleid hat sie mir den Schnitt sogar geschenkt. Wie toll ist das bitte? Vielen lieben Dank an dieser Stelle – du bist großartig!
Mein Fazit:
Ich hab zwar viel Geld gespart – ganz schwäbisch – aber meine Haare, meine Kopfhaut und mein Stolz haben teuer bezahlt. Manchmal ist es einfach besser, den Profis zu vertrauen. Und ich? Hab wieder eine gute Geschichte auf Lager – und den Partnerlook mit meinem Sohn gleich inklusive.
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