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Bei unserem ersten Kind, Logan, haben wir sehr darauf geachtet, wie viel Süßes er essen durfte – nämlich möglichst wenig. Mit unserem zweiten Sohn, Jake, sieht das schon ganz anders aus. Er profitiert stark davon, dass sein großer Bruder bereits Schokolade & Co. kennt, und so landet Süßes bei ihm deutlich früher auf dem Speiseplan.

Doch genau hier beginnt die Diskussion: Wie viel ist eigentlich „gesund“? Sollten wir Süßigkeiten strikt begrenzen, ganz weglassen oder eher entspannt damit umgehen?

Der Zwiespalt: Zwischen Genuss und Verantwortung

Kinder haben das Glück, dass ihr Körper viele Kalorien verbrennt, ohne dass sie sofort „dick“ werden. Doch gleichzeitig wollen wir als Eltern gesunde Essgewohnheiten fördern – schließlich legen wir jetzt den Grundstein für später.

Drei typische Erziehungsansätze bei Süßigkeiten:

  1. Das strenge Verbot: Hier gibt es keine Süßigkeiten oder nur in absoluten Ausnahmefällen. Das kann funktionieren, aber oft führt es dazu, dass Kinder erst recht danach gieren – besonders, wenn sie sehen, dass andere Kinder naschen dürfen.
  2. Die völlige Freiheit: Manche Eltern lassen ihre Kinder selbst entscheiden, was sie essen. Das kann kurzfristig gut funktionieren, aber auf lange Sicht gewöhnen sich Kinder dann an hohe Zuckermengen, was das Risiko für ungesunde Essgewohnheiten steigert.
  3. Der Mittelweg: Hier gibt es klare Regeln, aber auch Freiräume. Süßigkeiten sind erlaubt, aber in Maßen – zum Beispiel als Dessert oder zu bestimmten Anlässen. Kinder lernen so, dass Süßes etwas Besonderes ist, ohne dass es einen übergroßen Reiz bekommt.

Wie findet man das richtige Maß?

Jedes Kind ist anders, aber ein paar Grundregeln helfen:

  • Feste Naschzeiten: Ein kleiner Nachtisch oder eine süße Belohnung am Nachmittag verhindert Dauer-Snacking.
  • Klare Mengen: Eine kleine Schale Gummibärchen statt einer ganzen Tüte.
  • Gesunde Alternativen: Selbstgemachtes Eis aus Joghurt und Früchten oder dunkle Schokolade statt Zuckerbomben.
  • Vorleben zählt: Kinder schauen sich unser Essverhalten ab – wenn wir selbst ständig naschen, wird es für sie schwer, Maß zu halten.

Eine lustige Anekdote zum Thema „Vorleben“. Unser 5-Jähriger ist schon immer sehr aufmerksam. Ihm fallen die kleinsten Details auf. Nun warten wir dann schon bis abends wenn die Kinder schlafen mit den Süßigkeiten, räumen natürlich alle Beweise wie Verpackungen der Schokolade in den Müll etc. Da bringt Logan doch glatt morgens etwas in den Abfallbehälter und fragt „Mama? Papa? Habt ihr gestern Schokolade gegessen?“ 🍫 #erwischt 😀

Alternativen zu klassischen Süßigkeiten

Wenn ihr auf Zucker reduzieren möchtet, gibt es leckere Alternativen:

  • Fruchtleder*: Pürierte Früchte (z. B. Mango, Apfel, Banane) im Backofen oder Dörrautomaten trocknen – wie Kaubonbons, aber natürlich süß!
  • Gefrorene Trauben oder Bananen: Eiskalt ein super Snack für heiße Tage.
  • Selbstgemachtes Eis: Joghurt oder Kokosmilch mit pürierten Früchten einfrieren. Passend dazu gibt es tolle Eisformen* für Zuhause 🥶
  • Dattelkugeln*: Datteln mit Nüssen und Kakao mixen, kleine Kugeln formen – ein natürlicher Energie-Snack!
  • Bananenbrot: Gesüßt nur mit reifen Bananen, perfekt für kleine Naschkatzen.
  • Apfelchips: Dünn geschnittene Äpfel im Ofen trocknen – knusprig, süß und ohne Zuckerzusatz
  • Quetschen selber machen: Pürierte Früchte in wiederverwendbaren Quetschies*

Am Ende geht es nicht darum, Zucker völlig zu verbannen, sondern eine gesunde Balance zu finden. Manchmal reicht es schon, industriellen Zucker durch natürliche Süße aus Früchten zu ersetzen – und Kinder gewöhnen sich schnell daran!

Unser Fazit

Wir haben für uns erkannt: Es geht nicht darum, Süßigkeiten komplett zu verbieten, sondern sie sinnvoll in den Alltag zu integrieren. Während Logan noch sehr reglementiert war, geht es bei Jake schon etwas lockerer zu – und vielleicht ist genau das auch in Ordnung.

Am Ende ist Balance das Stichwort: Kinder sollen Süßes genießen dürfen, aber gleichzeitig lernen, dass eine ausgewogene Ernährung ihnen guttut. Und wenn sie trotzdem mal über die Stränge schlagen? Dann reicht es oft, am nächsten Tag einfach wieder bewusster zu essen – ohne schlechtes Gewissen.

Wie handhabt ihr das mit Süßigkeiten? Strikte Regeln oder entspannter Umgang? Wir freuen uns auf eure Erfahrungen in den Kommentaren!

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